Brief von Gerd – Lieber Wochenmarkt meiner "Mailfreundin"!

heute erzähle ich euch ein klein wenig von mir. Ihr kennt doch alle den Begriff „Brieffreundin“. Also so eine Brieffreundin hatte ich eigentlich nie – jedenfalls keine Richtige. Ich habe schon ein paar Briefe geschrieben in meinem Leben, aber es entwickelte sich daraus keine Brieffreundschaft, meist kam schon auf den ersten Brief keine Antwort… 

Ich redete mir damals ein, das liege ganz sicher nur an meinem Schreibstil. Aber ihr kennt mich ja schon einige Wochen und ihr wisst von mir, das ich gerne schreibe. Und jetzt habe ich seit vielen Monaten eine ganz tolle Brieffreundin – nein eigentlich keine Brieffreundin – sondern eine Mailfreundin – wir gehen ja mit der Zeit – und eine Mailfreundin ist billiger als eine Brieffreundin – da denkt der sparsame Vorarlberger sogar an das nicht notwendige Porto. Vielleicht schreibe ich euch mal, wie schön es ist, eine Brieffreundin zu haben. Aber heute geht es um ganz was anderes – heute geht es um den Besuch eines Wochenmarktes.

Und das kommt so – meine Brief-Mail-Freundin hat mir in ihrem letzten Mail über einen Besuch auf ihrem geliebten Wochenmarkt geschrieben. Und ohne sie zu fragen, lasse ich euch jetzt teilhaben an ihren tollen Eindrücken. Ich hoffe sie bricht ihren Mail-Verkehr mit mir jetzt nicht ab, da ich Privates nach aussen trage. Aber ein bißchen Risiko muss sein – und wenn sie es mir krumm nimmt, dann haben wir halt die erste Mail-Freunde-Krise. Und mit den richtigen Buchstaben in der richtigen Reihenfolge aneinandergereiht, bringe ich die Sache schon wieder in Ordnung.

Also zurück zu ihrem Wochenmarkt – ich lasse sie erzählen:
Ich bin gerne auf dem Markt. Es ist so ein altmodisches Überbleibsel unserer hochmodernen Zeit. Die Marktleute sind einfache Leute, mit derben Gesichtern und rauen Händen. Oft sind es uralte Menschen, die gebrechlicher wirken als sie tatsächlich sind, sie können noch mit kraftvollen Händen das Gekaufte zusammen tragen. Sie wiegen noch mit mechanischen Waagen und verteilen oft noch gratis Äpfel, stecken Dir ein „Probiererle“ dazu und verwickeln dich in ein schönes Gespräch rund um das frisch gebackene Bauernbrot Ich kaufe immer viel zu viel, weil ich mich nicht zurück halten kann bei den bunten Tischen. Heute musste ich gleich noch mal eine Schale Himbeeren kaufen, weil ein Freund und ich die erste Schale schon während des Cappuccinos platt gemacht haben. Und überall Gerd, gibt es herrliche Blumen, nicht diese künstlichen Gebinde aus den Blumenläden. Es sind Landsträusse, aus Korn und Wiesenblumen in allen erdenklichen Farben. Und von den wunderbaren Blumen kommt man gleich zum Olivenstand mit seinen mediterranen Gerüchen, dem eingelegten Schafkäse und den Knoblauchkompositionen.“

So – das war ein Auszug aus dem letzten Mail meiner Mailfreundin, das mich für den heutigen Brief von Gerd inspiriert hat. Und noch mehr – beim nächsten Wochenmarkt in Dornbirn, nehme ich mir vor, nicht nur in mein Lieblingskaffee zu sitzen und „Briefe von Gerd“ zu schreiben, sondern ich werde mit offenen Augen und Ohren durch den Markt schlendern und die Gerüche in mich inhalieren.

Wer von euch jetzt auch Lust bekommen hat. So was ähnliches gibt es in unserer Nähe auch – also nichts wie hin!


Informationen
Name: Wochenmarkt in Dornbirn
Termine: jeden Mittwoch und Samstag
Öffnungszeiten: von 08.00 bis 12.00 Uhr
Ort: 6850 Dornbirn, Innenstadt

 

In Gedanken – euer G.Ender

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