Brief von Gerd – Lieber Albert Schweitzer, Lieber Freund der Menschen!

Habe von einem guten Freund 2005 ein unscheinbares, kleines Büchlein von Albert Schweitzer bekommen – es hat den Titel “Vom Licht in uns”. Heute ist es durch Zufall wieder mal in meine Hände gekommen und ich habe es nocheinmal gelesen.

albert

Mir fiel es wie Schuppen von den Augen – Wie wichtig wäre ein Mann wie Albert Schweitzer heute, wie wichtig und mächtig wäre sein Wort. In einer Welt, die gleichzeitig zu explodieren und zu implodieren droht.

Albert Schweitzer (14.1.1875 – 4.9.1965) war Arzt, Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist. Er gründete ein Krankenhaus in  Lambaréné im zentralafrikanischen Gabun. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Schriften und bekam 1952 den Friedensnobelpreis verliehen.

Durch all seine Schriften zieht sich ein “goldener Faden” – er lehrte die Ehrfurcht vor dem Leben und den Menschen. Er würde nicht von Flüchtlingen sprechen, die zu uns kommen wollen – er würde einfach von Menschen sprechen – von Menschen, die ihr Leben in die eigene Hand nehmen, um es lebenswerter zu machen, oder um überhaupt am Leben bleiben zu können.

Ich zitiere mal ein paar Stelllen aus seinem kleinen Buch “Vom Licht ins uns” und schreibe einfach ab – dann versteht ihr, was er meinte:

“Immer klarer wurde mir, dass ich nicht das innerliche Recht habe, meine glückliche Jugend, meine Gesundheit und meine Arbeitskraft als etwas Selbstverständliches hinzunehmen. Aus dem tiefsten Glücksgefühl erwuchs mir nach und nach das Verständnis für das Wort Jesu, dass wir unser Leben nicht für uns behalten dürfen. Wer viel Schönes im Leben erhalten hat, muss entsprechend viel dafür hingeben. Wer von eigenem Leid verschont ist, hat sich berufen zu fühlen, zu helfen, das Leid der andern zu lindern. Alle müssen wir an der Last von Weh, die auf der Welt liegt, mittragen”

“Die Reife, zu der wir uns zu entwickeln haben, ist die, dass wir an uns arbeiten müssen, immer schlichter, immer wahrhaftiger, immer lauterer, immer friedfertiger, immer sanftmütiger, immer gütiger, immer mitleidiger zu werden”

“Sein Menschenleben neben dem Berufsleben rettet sich, wer auf die Gelegenheit aus ist, in persönlichem Tun, so unscheinbar es sei, für Menschen, die eines Menschen bedürfen, Mensch zu sein – tut die Augen auf und suchet, wo ein Mensch ein bißchen Zeit, ein bißchen Fürsorge braucht”

“Auch hat unsere Gesellschaft aufgehört, allen Menschen als solchen Menschenwert und Menschenwürde zuzuerkennen. Teile der Menschheit sind für uns Menschenmaterial und Menschendinge geworden”

Wunderbare Gedanken wie ich finde und wichtiger denn je…. gesprochen aus dem Munde eines ganz großen, weisen  Menschenfreund. Und wenn ich etwas tun kann, dann bringe ich sie ein wenig „unters Volk“

In Gedanken – euer G.Ender – I write not only for your smile

Wer Zeit und Lust hat – hier meine überr 400 Briefe von Gerd

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